Die Saison 2004 war durch einen sehr regulären Verlauf gekennzeichnet. Die Entwicklung hatte vor allem für die späten Sorten aufgrund der geringen Stärkereserven in den Pflanzen infolge der problematischen Wasserbedingungen im Jahr 2003 erst verspätet begonnen. Ein günstiger klimatischer Verlauf mit gut dosierten Niederschlägen und vorteilhaften Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht in den Monaten August und September hat den Reifeprozess wieder optimal eingestellt. All diese Faktoren haben zu einer langsamen und regelmäßigen Reifung der Trauben beigetragen und einen Most mit einem guten Gleichgewicht zwischen Zucker- und Säuregehalt, niedrigen pH-Werten und recht hohen Apfelsäurewerten erzeugt – Bedingungen, die eine hohe aromatische Komplexität gewährleisten.
2005
Das Jahr 2005 beginnt mit einem ungewöhnlich regenreichen, aber milden Frühling. Die Blüte fand unter nichtoptimalen metereologischen Bedingungen statt, was zu kleineren Trauben geführt hat als in den Vorjahren. Die Entwicklung der Weinbeeren und der Beginn des Reifeprozesses fiel hingegen in eine warme und trockene Zeit; dadurch verlangsamten sich die Entwicklung der Trauben und die ersten Phasen der Zuckerbildung. Glücklicherweise haben Regenfälle Mitte August das Wassergleichgewicht der Pflanze wiederhergestellt und den Reifeprozess beschleunigt, der sich dann regulär fortgesetzt hat. Die Klimabedingungen der ersten Septembertage (hohe Temperaturen in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit) haben eine Blattreduktion im Bereich der Trauben erforderlich gemacht. Die Weinernte hat in der zweiten Septemberhälfte begonnen und wurde Mitte Oktober beendet. Insgesamt kann 2005 als ein guter Jahrgang betrachtet werden, auch wenn er anfangs weniger vielversprechend erschien.
2006
Der Frühling stellt mit großzügigen Regenfällen die Wasserreserven im Boden wieder her. Die ständig unter den üblichen Mittelwerten der Jahreszeit liegenden Temperaturen haben die Blüte und den Fruchtansatz verzögert. Daraufhin folgte ein warmer, trockener Sommer, der die Akkumulationsprozesse in den Beeren begünstigt hat, auch unterstützt von einem ausladenden und effizienten Bältterwuchs. Im August haben zahlreiche Meeresbrisen dem Reifeprozess große Beständigkeit verliehen. Die Weinlese wurde im Vergleich zum mittleren Datum der vergangenen 10 Jahre zehn Tage später begonnen, was zu Gunsten der Beibehaltung des Säuregehalts im Most ging und einen niedrigen pH-Wertes sicherstellte.
2007
Das Jahr hat auf unübliche Weise mit einer verfrühten Keimung begonnen. Darauf folgte eine schnelle vegetative Entwicklung dank milder Frühlingstemperaturen.
In der Blütezeit hat eine leichte Rückkehr kühler Temperaturen den Fruchtansatz der Beeren reduziert; in den Spätsorten präsentierten sich die Trauben mit weniger üppigem Beerenwuchs als normal.
Ab Mitte Juni und den ganzen Juli hindurch haben spärliche Regenfälle und die große Hitze die vegetative Produktion der Pflanze verlangsamt. Zwei segensreiche Regenfälle zu Anfang August und Anfang September haben die Schäden durch Wassermangel abgewendet und die Bedingungen für einen regulären Reifeprozess wiederhergestellt. Die Ernte hat wie immer um den 1. September herum mit der Lese des Merlot begonnen. Dieser anfangs besorgniserregende Jahrgang hat letztendlich sehr positive Eigenschaften und ein gutes Alterungspotential entwickelt.
2008
IDas Jahr 2008 war durch Klimabedingungen gekennzeichnet, die einerseits typisch für unsere tyrrhenische Küste sind (viel Licht, hohe Temperatuen im Juli und August) und andererseits typisch für das Atlantikgebiet (viel Regen bis Juni, unterdurchschnittliche Temperaturen im September, warmer und trockener Oktober). Dadurch begann die Weinlese in der ersten Septemberhälfte und zog sich dann bis über Mitte Oktober hinaus. Die Traubenreifung ging also viel langsamer von statten und führte zu einer Akkumulation von Anthocyanen und süßen Tanninen und die Aromen der Rebsorte waren nicht von Überreifungserscheinungen betroffen. Klassischer Jahrgang, zunächst langelebig und verschlossen, aber mit einer strahlenden Zukunft.
2009
Ein milder, regnerischer Winter hat eine stark verfrühte Keimung verursacht. Der warme Frühling hat einen üppigen Blätterwuchs begünstigt und die Regenfälle zu Beginn der Blütezeit haben zum Fall der Blüten geführt und die Produktion um circa 20% vermindert. Der Sommer war warm und trocken und erforderte Eingriffe zur Vermeidung einer Fruchtüberreifung und zur Beibehaltung eines ausreichenden Säuregehalts. Eine verfrühte Weinlese und niedrige Erträge, und darüber hinaus eine fast manische Auslese im Weinberg haben uns ermöglicht, einen angemessenen Reife- und Säuregrad sicherzustellen. Obwohl der Jahrgang nicht überragend war, hatte er jedoch gute Ansätze.
2010
Der Jahrgang 2010 zeichnete sich durch einen für unsere Region ungewöhnlichen Saisonverlauf aus. Das Klima blieb eher kühl und regnerisch, fast bis zu Anfang Juni. Im Juli hingegen kam es zu einem plötzlichen Umschwung und es wurde sehr heiß. Die Pflanzen traten etwas verspätet in den Reifeprozess ein, aber mit einem großen Wasservorrat. Die Reifung nahm dann einen normalen Verlauf, ohne dass die Pflanzen je unter Wassermangel litten. Die Weinlese startete folglich verspätet. Während der Erntezeit kam es zu häufigen Regenfällen, auf die zum Glück (durch die Nähe zum Meer) Tage mit guter Belüftung folgten, die dazu beitrugen, die Trauben vor Feuchtigkeit und gefährlicher Fäulnis zu schützen. Die Weine unterscheiden sich von denen des Jahrgangs 2009 durch einen guten Säuregehalt und eine sehr hohe Alterungsfähigkeit.
2011
Der Winter war so mild und trocken wie kein anderer in den letzten 20 Jahren. Die seltenen Regenfälle reichten nicht aus, um die nach dem trockenen Vorjahr stark geschwächten Wasserreserven wiederherzustellen. Daher kam es zu einer frühen Keimung und einer langsamen Entwicklung. Der Sommer war sehr heiß und durch lange Trockenperioden gekennzeichnet. Dadurch verlangsamte sich der Reifeprozess und kam schließlich fast zum Stillstand. Die Weinlese erfolgte früh (ab 24. August) und ging bis Mitte Oktober (Cabernet Sauvignon), Der Alkoholgehalt bleib eher niedrig und die Frische der Weine blieb trotz des heißen Sommers hoch. Feinheit, Frische und ein hoher Säuregehalt sind die hervorstechenden Eigenschaften dieses Jahrgangs, der sich besser als erwartet herausstellte.
2012
L' inverno è stato uno dei più miti e siccitosi degli ultimi 20 anni.Le rare piogge non sono state sufficienti a rifornire le riserve idriche che si erano indebolite dopo un' annata siccitosa come la precedente.Di conseguenza, le piante hanno avuto un germogliamento precoce ed un lento sviluppo.
L' estate è stata molto calda con una prolungata siccità che ha rallentato la maturazione fino quasi a fermarsi. La vendemmia è stata precoce (24 agosto) e si è protratta fino alla metà di ottobre (Cabernet Sauvignon).
Il grado alcolico si è mantenuto molto contenuto e la freschezza dei vini si è mantenuta elevata nonostante l' estate torrida.Finezza, freschezza e acidità sono le caratteristiche più rimarchevoli di questa annata che si è dimostrata al di sopra delle aspettative.
2013
Das Jahr 2013 bescherte den Reben ideale Klimabedingungen. Eine ordentliche Portion Regen in den Wintermonaten gewährleistete genügend Wasserreserven für eine hervorragende Wiederaufnahme der Vegetation. Diese wurde auch durch zahlreiche, in der Zeit bis zum Juni gut verteilte Regenfälle geringer Intensität unterstützt. In den Monaten Juli und August gab es hingegen keine Niederschläge; die Trauben reiften jedoch stressfrei heran, ohne im geringsten an Wassermangel zu leiden. Das äußerst warme Wetter und die starken Temperaturschwankungen führten außerdem zu einer idealen phenolischen und technologischen Reife und ermöglichten eine frühzeitige Lese, die gegenüber dem Durchschnitt um etwa eine Woche vorgezogen werden konnte.
2014
Diesen Jahrgang wird man mit Sicherheit wegen seiner das ganze Jahr über andauernden üppigen Niederschläge in Erinnerung behalten. Seit Jahrzehnten hatte es keine solch regenreiche und kalten Frühlings- und Sommermonate gegeben. Als Folge dieser klimatischen Bedingungen reiften die Trauben sehr langsam heran. Darüber hinaus war sehr viel Arbeit in den Weinbergen erforderlich, um sie gesund zu halten. Zu den Weinen dieses Jahrgangs kann man sagen, dass sie sich durch große Frische und einen guten Säure- und Tanningehalt auszeichnen.
2015
Die üppigen Regenfälle von Februar haben das Wachstum der Reben verzögert, aber gleichzeitig eine gute Wasserreserve geschaffen, die sich in einem der trockensten Sommer der letzten Jahre als enorm wichtig erwiesen hat. Trockenheit und hohe Temperaturen haben den technologischen Reifeprozess der Trauben im Juli und August beschleunigt, während fantastische Temperaturschwankungen von Mitte August bis Mitte September zu einer wunderbaren phenolischen Reife geführt haben. Der Jahrgang 2015 kann mit Sicherheit als ganz besonders wertvoll betrachtet werden, da er Weißweine mit einem sehr aromareichen Profil und Rotweine mit außerordentlicher Komplexität sowohl in Bezug auf das Aroma als auch auf die Struktur hervorgebracht hat.
2016
Die guten Regenfälle im Winter und die hohen Temperaturen haben ein frühes Sprießen der Reben und ein schnelles Wachstum der Triebe begünstigt. Im weiteren Verlauf der Jahreszeit setzte der Regen jedoch aus und wich einem recht trockenen und warmen Frühling und Sommer. Dies hat den Reifeprozess der Trauben stark verzögert und das Datum der Weinlese in den üblichen Zeitraum normaler Jahrgänge fallen lassen (das heißt ab Ende August bis Anfang Oktober). Insgesamt halten wir den Jahrgang 2016 für exzellent, vor allem unseren Cabernet Sauvignon und unseren Viognier.